Androgen bedingten Haarausfall

Was leistet Abhilfe bei androgen bedingten Haarausfall?

Ein Blick in den Spiegel zeigt deutlich, dass Sie den genetischen Code für frühzeitigen Haarverlust von Ihren Vorfahren „geerbt“ haben? Gerade in jüngeren Jahren kann es durch androgen bedingten Haarausfall zu Minderwertigkeitskomplexen bis hin zum vollständigen Verlust des Selbstbewusstseins kommen. Da volles Haar in unserer Gesellschaft ein wichtiges Merkmal der Attraktivität ist, wird schütteres Haar mit kahlen Arealen auf dem Oberkopf oder an den Schläfen als gegenteilig empfunden. Neben dem kreisrunden Haarverlust kann sich genetisch bedingter Haarausfall auch diffus und am gesamten Kopf äußern. Nicht nur Männer, sondern auch Frauen sind davon betroffen und suchen nach einer ergebnissicheren Möglichkeit zur Behandlung der Problematik.

Inhaltsverzeichnis

  1. Ursachen für androgen bedingten Haarausfall
  2. DHT Sensibilität – Männer und Frauen gleichermaßen betroffen
  3. Der Mythos vom Haarwuchsmittel
  4. Führt eine Haartransplantation zum gewünschten Ergebnis?
  5. Androgen bedingten Haarverlust kann man nicht mit „Hausmitteln“ behandeln

Ursachen für androgen bedingten Haarausfall

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass rund 95 Prozent aller von Haarausfall betroffenen das „Haarausfallgen“ in sich tragen. Im Fachjargon ist von der androgenetischen Alopezie die Rede. Im allgemeinen Sprachgebrauch könnte man das Problem ganz einfach mit „Haarverlust durch männliche Hormone“ übersetzen. Da nicht nur Männer, sondern auch Frauen androgen bedingten Haarverlust beklagen, bleibt die Ursache nicht selten im Dunkeln.

Kaum eine Frau denkt daran, dass ihr Haar aufgrund einer Hypersensibilität gegenüber dem männlichen Sexualhormon Testosteron ausgeht. Doch genau diese Sensibilität ist die Ursache für frühzeitige Geheimratsecken, eine Tonsur auf dem Oberkopf oder eine fliehende Stirn mit kontinuierlich zurückgehendem Haaransatz.

Bei Frauen kann sich der genetische Haarverlust in Form einer Ausdünnung der Haare am Scheitel bis hin zu durchschimmernder Kopfhaut äußern. Den Haarschwund tragen Sie bereits in Ihren Genen, so dass das Problem früher oder später (Tendenz meist früher) auftritt und sich nicht präventiv behandeln lässt.

DHT Sensibilität – Männer und Frauen gleichermaßen betroffen

Die Wörter Dihydrotestosteron Sensibilität auf blauem Hintergrund

DHT – Dihydrotestosteron – wird aus Testosteron gebildet. Wenn Sie hierauf überempfindlich reagieren, verkleinern sich Ihre Haarfollikel und sterben letztendlich ab. Gegen diese Sensibilität ist kein Kraut gewachsen, sondern die Veranlagung in Ihrem genetischen Code verankert.

Männer sind im Regelfall häufiger und stärker betroffen als Frauen, was nicht zuletzt an der höheren Hormonkonzentration beim Testosteron liegt.

Doch auch im weiblichen Körper wird Testosteron gebildet, so dass die Vorstufe für DHT und den androgen bedingten Haarausfall angelegt ist. Wenn eine Frau unter einer starken Reaktion auf DHT leidet, äußert sich dieser Umstand zuerst in einer Vermehrung der Talgbildung auf der Kopfhaut, als auch in einem meist parallel auftretenden Bart- und Körperhaarwuchs.

Der typisch männliche kreisrunde Haarausfall ist seltener, aber kann ebenso auftreten und in abgeschwächter Form zu einem ernsthaften Problem für das Selbstwertgefühl und das Wohlbefinden werden. Beide Einflüsse führen dazu, dass Sie sich als Betroffene/r zahlreiche Gedanken um eine Behandlung der Haarausfallproblematik machen.

Der Mythos vom Haarwuchsmittel

lasche mit Haarwuchsmittel auf braunem Hintergrund

In der Werbung werden verschiedene Produkte mit sicherer und garantierter Wirkung angepriesen. Doch wenn es um androgen bedingten Haarverlust geht, helfen weder verschreibungspflichtige noch rezeptfreie „Wundermittel“. Um den Haarausfall aufzuhalten, muss eine Behandlung der Ursache erfolgen.

Das würde bedeuten, dass Sie Ihren Hormonhaushalt verändern und die Produktion von Testosteron herabsenken müssten. Als Mann kann diese Entscheidung mit erektilen Dysfunktionen einhergehen und zu Depressionen führen.

Als Frau verändern Sie das hormonelle Gleichgewicht ebenfalls mit dem Risiko, unter starken Nebenwirkungen zu leiden und Ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Nebenwirkungsfreie Kosmetika und Behandlungsmittel zur äußeren Anwendung lassen die gewünschte Wirkung vermissen und weisen hohe Kosten auf.

Egal für welches Präparat Sie sich entscheiden und welchen Weg Sie gegen androgen bedingten Haarausfall einschlagen möchten: Eine medikamentöse Behandlung ohne Nebenwirkungen ist praktisch ausgeschlossen.

Dass Sie dennoch nicht auf die Glatzenbildung warten und sich damit abfinden müssen, basiert auf einer anderen Form der Behandlung – der Eigenhaarverpflanzung.

Führt eine Haartransplantation zum gewünschten Ergebnis?

Androgen bedingten Haarverlust können Sie aufhalten, in dem Sie sich für eine Haartransplantation entscheiden. Je früher Sie diese Behandlung wählen und sich in einer Haarklinik beraten lassen, umso einfacher kann der minimalinvasive Eingriff erfolgen.

Um ein Eigenhaarimplantat vorzunehmen, wird Ihnen im Spenderbereich am Hinterkopf die benötigte Menge an Grafts entnommen. Diese werden im Empfängerbereich mit einem schmerzfreien Verfahren verpflanzt.

Die Behandlung erfolgt unter lokaler Betäubung. Auch bei vollständiger Glatze an den Geheimratsecken wächst neues Haar, nachdem die verpflanzten Follikel eingeheilt und mit den Nervenzellen verbunden sind. Bereits direkt nach dem Eingriff können Sie wieder nach Hause.

Wichtig ist, dass Sie in der Nachsorge jegliches Risiko von erneutem Haarausfall vermeiden und sich in der ersten Zeit entsprechend der Anweisungen des Behandlungsteams schonen. Androgen bedingten Haarausfall können Sie am besten durch eine Haarverpflanzung behandeln, bei der Sie im Endeffekt Kosten sparen und eine perspektivische Entscheidung treffen.

Androgen bedingten Haarverlust kann man nicht mit „Hausmitteln“ behandeln

Egal was Sie lesen und wie gut die Werbeindustrie arbeitet – wenn gegen erblichen Haarausfall ein Kraut gewachsen wäre, würden weitaus weniger Menschen unter 40 Jahren eine Halbglatze oder eine Glatze tragen.

Weder Tinkturen noch Shampoos oder Pillen lassen dort neue Haare wachsen, wo die Follikel ausgefallen sind. Neuer Haarwuchs setzt lebendige Haarfollikel und damit die notwendige Umgebung der Haarwurzeln voraus.

Mit haarwuchsfördernden Präparaten können Sie nach einem Eigenhaarimplantat dafür sorgen, dass die Grafts schneller heilen und Entzündungen auf der Kopfhaut vermieden werden. Bedenken Sie dabei, dass Sie nur die Produkte nutzen, die Sie in der Haarklinik empfohlen bekommen.

In den ersten Tagen nach der Haarimplantation müssen Sie jegliche Anstrengung, Schweißbildung und Berührung der Kopfhaut vermeiden. Verläuft alles gut, wächst Ihr Haar nach drei bis sechs Monaten nach und die Kahlköpfigkeit gehört der Vergangenheit an. Hausmittel helfen nicht gegen erbliche Einflüsse im Hormonspiegel.

Dr. Imad Moustafa

Dr. Imad Moustafa
Allgemeinmediziner

Validierte Faktenprüfung: Medizinisch überprüft durch das “Elithair Medical Board”. Dieser Artikel entspricht unseren strengen medizinischen Überprüfungsrichtlinien, um sicherzustellen, dass alle gesundheitsbezogenen Angaben durch aktuelle klinische Daten und medizinische Quellen gestützt werden.